Störungen der oberen und unteren Atemwege – z. B. allergische Rhinitis und Asthma – kommen oft gemeinsam vor und zeigen stellenweise die gleiche Pathogenese. Da die oberen und unteren Atemwege von zwei unterschiedlichen Facharztgruppen behandelt werden, wird an die Möglichkeit einer Verschlechterung der Störung der unteren Atemwege durch eine Störung im nasalen Rachenraum oft nicht gedacht.

Dabei zeigen Studien, dass „Nasensymptome“ bei etwa 80 % der Asthmatiker und umgekehrt, dass Asthma bei 10–40 % der Patienten mit allergischer Rhinitis beobachtet werden.1

Die Prävalenz der polleninduzierten allergischen Rhinitis hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen und zählt heute in der westlichen Welt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Kindern und jungen Erwachsenen.

Nach einer Kohortenstudie aus Schweden entwickeln rund 30 % der Kinder mit allergischer Rhinitis ein Asthma.2 Zudem erhöhen Schleimhautschwellungen der oberen Atemwege reflektorisch den Widerstand in den unteren Atemwegen; selbst bei Patienten ohne klinischem Asthma findet sich häufig eine bronchiale Hyperreagibilität.

Zusätzlich fördern Faktoren wie Mundatmung, postnasaler Drip und entzündliche Zellmigration die Verbindung zwischen oberem und unterem Atemtrakt.

Allergische Rhinitis erhöht Asthmarisiko

Trotz dieser Zusammenhänge wird eine Rhinitis in bis zu 60 % der Fälle nicht korrekt diagnostiziert.3 Angesichts der hohen Komorbidität und der gegenseitigen Beeinflussung von allergischer Rhinitis und Asthma bleibt sie bei Asthmatikern oft unerkannt oder unzureichend therapiert.2, 4

Dies ist klinisch relevant: Eine nicht ausreichend behandelte Rhinitis erhöht nicht nur das Risiko für die Asthmaentwicklung, sondern verschlechtert auch Prognose und Schweregrad des bestehenden Asthmas.2, 5

Bei Rhinovirusinfektionen kommt es zu einem deutlichen Anstieg der Kinine ohne parallele Histaminfreisetzung. Der Kininspiegel im nasalen Sekret korreliert mit der Symptomschwere und weist auf einen ursächlichen Zusammenhang hin.

Studien zeigen, dass regelmäßige Inhalationen mit isotonischer Kochsalzlösung präventiv gegenüber Virusinfektionen wirken können.6, 7 Eine systematische Übersichtsarbeit mit 13 Studien und 9.967 Teilnehmenden (2020–2023) legt zudem nahe, dass Patienten mit allergischer Rhinitis oder Asthma ein erhöhtes Risiko für Long-COVID haben könnten.8

Optimiert für die Therapie der oberen Atemwege

Das Hybrid-Inhalationsgerät Pureneb Aerosonic+ (Vertrieb: OxyCare Medical Group) ist ein speziell zur Behandlung der oberen Atemwege entwickeltes Inhalationssystem. Es erzeugt ein Aerosol mit einem Teilchenspektrum um MMAD 4,1 µm.

Es ist besonders zur Behandlung der oberen Atemwege mit Antibiotika, Mukolytika und physiologischer Kochsalzlösung geeignet.9

Im „Sonic-Modus“ wird das inhalierte Aerosol durch akustische Vibrationen von 100 Hz in alternierenden Sequenzen von jeweils etwa 15 Sekunden moduliert.

Diese Oszillationen können eine der wesentlichen Ursachen für die Behinderung der Sinusbelüftung – die Schleimhautschwellung mit konsekutiver Einengung der Ostien – günstig beeinflussen. Die zwischen den Schallsequenzen liegenden Ruhephasen ermöglichen den Aerosolpartikeln zudem eine Sedimentation an den relevanten Schleimhautarealen.

Ein Gaumenverschlussmanöver ist hierfür nicht erforderlich. Mithilfe dieser speziellen Sonic-Technologie wird die Penetration von Medikamenten oder Kochsalzlösung in die Nasennebenhöhlen und die oberen Atemwege insgesamt deutlich verbessert, wie auch die französischen Leitlinien hervorheben.10

Darüber hinaus kann die nasale Anwendung physiologischer Kochsalzlösung positive Effekte auf die Lungenfunktion entfalten.

Optimal für die Rhinitis- und Sinusitis-Therapie

Die Inhalationstherapie mit dem Pureneb Aerosonic+ ist zur Sekretolyse, Reinigung der oberen Atemwege und Reduktion von Entzündungen für alle Bereiche der Nase und Nasennebenhöhlen besonders geeignet11, 12 und indiziert für:

  • akute und chronische Sinusitis
  • akute und chronische Rhinitis
  • Meatus nasi medius
  • Cellulae ethmoidales
  • Rhinosinusitis
  • Sinus maxillaris
  • Rhinopharyngitis / Laryngitis

Als zweiter Modus steht die klassische Verneblung (Classic) für die Aerosoltherapie der unteren Atemwege zur Verfügung.

Der Aerosonic+ ist mit den verfügbaren Mundstücken und Masken für die Aerosoltherapie bei Erwachsenen, (Klein-)Kindern und Säuglingen geeignet. Als optionales Zubehör ist auch eine Tracheotomie-Maske erhältlich.

Weitere Informationen unter www.oxycare-gmbh.de

Bild: OxyCare Medical Group

Pureneb Aerosonic+

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1
Bousquet J et al. J Allergy Clin Immunol 2001; 108: 147–334
2 Lindqvist M et al. Allergy. 2024; 79(4): 884–93. DOI: 10.1111
3 Esteban CA et al. Pediatric Allergy, Immunology, and Pulmonology 2014; 27: 75–81
4 Tiotiu A et al. Eur Respir Rev 2018; 27(150): 180056
5 Braunstahl GJ. J Allergy Clin Immunol 2005; 115: 142–148
6 Edwards DA et al. Proc Natl Acad Sci U S A 2004; 101: 17383–17388
7 Fiegel J et al. Drug Discovery Today 2006; 11(1–2): 51–57
8 Wolf D et al. Clinical & Experimental Allergy. 2023. DOI: 10.1111/cea.14391
9 Reychler G et al. Laryngoscope 2015; 125(3). DOI: 10.1002/lary.24937
10 Prulière-Escabasse V et al. SFORL Guidelines. Eur Ann Otorhinolaryngol Head Neck Dis. 2017; 134(3): 185–189
11 Bequignon E et al. J Clin Med. 2019; 8: 1495. DOI: 10.3390/jcm8091495
12 Cairns A et al. Med Devices: Evidence Res. 2019; 12: 305–310